Ferkel an der Sau im Abferkelstall
Leistungen · Schwein

Klimabilanz für Schweinehalter.

Für Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Schweinemast rechnen wir den CO₂-Fußabdruck je Ferkel und je Kilogramm Schweinefleisch. Die größten Hebel liegen meist beim Futter, bei der Gülle und bei der Energie im Stall.

Güllefass mit Schleppschlauch auf dem Acker
Wo die Emissionen entstehen

Beim Schwein steckt das meiste im Futter.

Schweine bilden bei der Verdauung nur wenig Methan. Den größten Teil der Emissionen bringt das Futter mit, vor allem über den Anbau und die Herkunft der Eiweißkomponenten. Dazu kommen Methan und Lachgas aus Gülle und Stall. In der Ferkelaufzucht spielt außerdem die Heizwärme eine Rolle.

Wie gut die Tiere das Futter verwerten, entscheidet deshalb viel. Ein Betrieb mit guter Futterverwertung und wenig Verlusten steht in der Bilanz meist auch gut da.

3
Stufen einzeln bilanziert, Sauen, Ferkelaufzucht und Mast
je kg
Fußabdruck je Kilogramm Lebend- und Schlachtgewicht und je Ferkel
Scope 1–3
vom Stall über den Strom bis zum zugekauften Futter
Was wir erfassen

Diese Zahlen brauchen wir von Ihnen.

Gerechnet wird mit dem Klimarechner TEKLa nach dem Berechnungsstandard BEK. Vieles steht schon in Ihren Auswertungen zur Sauenplanung oder Mast, in der Düngebedarfsermittlung und auf den Rechnungen für Futter, Strom und Wärme.

BereichWas wir abfragen
SauenhaltungSauenbestand, abgesetzte Ferkel je Sau, Absetzgewicht, Nutzungsdauer, Abgänge, Ferkelverluste
Aufzucht und Masteingestallte und verkaufte Tiere, Einstall- und Verkaufsgewicht, Ausschlachtung
FütterungFuttermenge, Anteil Importsoja ohne Nachhaltigkeitsnachweis, Anteil stark N- und P-reduziertes Futter, Raufutter und Einstreu
EnergieStrom und Wärme je Tier, Anteil Ökostrom oder eigener PV-Strom, Anteil erneuerbarer Wärme
Gülle und AbluftAnteil der Gülle in gasdichten Behältern oder der Biogasanlage, Abluftreinigung mit Ammoniakabscheidung
Flächeneigene Futter- und Marktfruchtflächen mit Ertrag, Düngung und Diesel
Vor dem Termin bekommen Sie von uns eine Checkliste. In der Praxis brauchen Sie für das Zusammensuchen etwa 3 bis 4 Stunden. Den Rest übernehmen wir.
Hebel für Ihren Betrieb

Was wir für Sie durchrechnen

Im Maßnahmenkatalog rechnen wir jeden Hebel mit Ihren eigenen Zahlen in TEKLa durch. Sie sehen, wie viel CO₂ er spart und wie sich der Gewinn ändert. Diese Hebel prüfen wir in der Schweinehaltung.

sofort

Stark N- und P-reduziert füttern

Weniger Stickstoff im Futter heißt weniger Stickstoff in der Gülle. Das senkt Lachgas und Ammoniak und spart oft Eiweißfutter.

1 bis 3 Jahre

Futterverwertung verbessern

Jedes Kilogramm Futter weniger je Kilogramm Zuwachs spart Anbau, Verarbeitung und Transport. Gesundheit, Genetik und Phasenfütterung spielen zusammen.

1 bis 3 Jahre

Mehr Ferkel je Sau, weniger Verluste

Mehr abgesetzte Ferkel verteilen die Emissionen der Sau auf mehr Tiere. Auch geringere Verluste in Aufzucht und Mast verbessern den Fußabdruck.

sofort

Soja mit Nachweis oder heimisches Eiweiß

Soja ohne Nachhaltigkeitsnachweis wird mit Landnutzungsänderung belastet. Zertifiziertes Soja oder Raps, Erbsen und Ackerbohnen vermeiden das.

bei Investition

Gülle frisch in die Biogasanlage

Gülle, die ohne lange Lagerung vergoren wird, gibt kaum Methan im Lager ab. Das lohnt sich vor allem mit einer eigenen oder benachbarten Anlage.

bei Investition

Güllelager abdecken

Eine feste Abdeckung verringert Methan und Ammoniak aus dem Lager. Sinnvoll vor allem beim Neubau eines Behälters.

bei Investition

Heizwärme sparen und erneuerbar erzeugen

Wärmetauscher, gute Dämmung und Wärme aus Holz oder einer Biogasanlage senken die Emissionen in Abferkelung und Aufzucht.

sofort

Strom sparen, Ökostrom nutzen

Lüftung und Fütterung brauchen viel Strom. Effiziente Ventilatoren, Ökostrom oder eigener PV-Strom senken Scope 2.

bei Investition

Ammoniak aus der Abluft auffangen

Eine Abluftreinigung mit Ammoniakabscheidung senkt auch das indirekte Lachgas. Bei Neubauten ist sie oft ohnehin gefordert.

sofortohne Investition umsetzbar1 bis 3 Jahrebraucht Zeit in Herde oder Fruchtfolgebei Investitionlohnt bei Neubau oder Umbau
Wer nach den Zahlen fragt

Abnehmer, Bank und Förderung

Ihre Abnehmer

Schlachtunternehmen und Lebensmittelhandel fragen zunehmend nach Klimadaten ihrer Lieferanten. Mit der Klimabilanz haben Sie die Zahlen für Ihren Betrieb in der Hand und können zeigen, was Sie schon umgesetzt haben.

Ihre Bank

Stallumbau, Abluftreinigung oder PV werden oft über Rentenbank-Programmkredite finanziert. Mit einer gültigen Klimabilanz gibt es darauf den Zinsbonus Klimabilanz von 0,15 %-Punkten.

Die Förderung

Die Rentenbank übernimmt in einer offenen Antragsrunde 90 % der Beratungskosten, höchstens 1.000 €. Den Stand der Antragsrunden finden Sie unter Aktuelles. Hat Ihre Bilanz Zeit, tragen Sie sich in unsere Vormerkliste ein.

Ergebnis

Was Sie am Ende bekommen

Sie erhalten die Emissionen des Unternehmens in Tonnen CO₂e, aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3 und nach Betriebszweig, dazu den Fußabdruck je Ferkel und je Kilogramm Schweinefleisch und den Vergleich mit ähnlichen Betrieben. Wie wir vorgehen, steht auf der Startseite unter Ablauf.

Welches Unternehmen bilanziert wird. Bilanziert wird das Unternehmen, das den Kredit aufnimmt oder den Antrag stellt. Gehören zum Hof mehrere Unternehmen, etwa eine GbR und eine GmbH, trennen wir die Daten sauber und rechnen nur dieses eine. Für den Zuschuss Klimabilanz der Rentenbank wird das Unternehmen vollständig mit allen Betriebszweigen erfasst. Für den Zinsbonus kann auch eine Bilanz für einzelne Betriebszweige reichen. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir vorher mit Ihnen.
Weitere Betriebszweige

Wir bilanzieren den ganzen Hof

Erstgespräch

Sie halten Sauen oder Mastschweine?

Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, welche Zahlen Sie schon haben und was die Bilanz Ihrem Betrieb bringt.