Stark N- und P-reduziert füttern
Weniger Stickstoff im Futter heißt weniger Stickstoff in der Gülle. Das senkt Lachgas und Ammoniak und spart oft Eiweißfutter.
Für Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Schweinemast rechnen wir den CO₂-Fußabdruck je Ferkel und je Kilogramm Schweinefleisch. Die größten Hebel liegen meist beim Futter, bei der Gülle und bei der Energie im Stall.

Schweine bilden bei der Verdauung nur wenig Methan. Den größten Teil der Emissionen bringt das Futter mit, vor allem über den Anbau und die Herkunft der Eiweißkomponenten. Dazu kommen Methan und Lachgas aus Gülle und Stall. In der Ferkelaufzucht spielt außerdem die Heizwärme eine Rolle.
Wie gut die Tiere das Futter verwerten, entscheidet deshalb viel. Ein Betrieb mit guter Futterverwertung und wenig Verlusten steht in der Bilanz meist auch gut da.
Gerechnet wird mit dem Klimarechner TEKLa nach dem Berechnungsstandard BEK. Vieles steht schon in Ihren Auswertungen zur Sauenplanung oder Mast, in der Düngebedarfsermittlung und auf den Rechnungen für Futter, Strom und Wärme.
| Bereich | Was wir abfragen |
|---|---|
| Sauenhaltung | Sauenbestand, abgesetzte Ferkel je Sau, Absetzgewicht, Nutzungsdauer, Abgänge, Ferkelverluste |
| Aufzucht und Mast | eingestallte und verkaufte Tiere, Einstall- und Verkaufsgewicht, Ausschlachtung |
| Fütterung | Futtermenge, Anteil Importsoja ohne Nachhaltigkeitsnachweis, Anteil stark N- und P-reduziertes Futter, Raufutter und Einstreu |
| Energie | Strom und Wärme je Tier, Anteil Ökostrom oder eigener PV-Strom, Anteil erneuerbarer Wärme |
| Gülle und Abluft | Anteil der Gülle in gasdichten Behältern oder der Biogasanlage, Abluftreinigung mit Ammoniakabscheidung |
| Flächen | eigene Futter- und Marktfruchtflächen mit Ertrag, Düngung und Diesel |
Im Maßnahmenkatalog rechnen wir jeden Hebel mit Ihren eigenen Zahlen in TEKLa durch. Sie sehen, wie viel CO₂ er spart und wie sich der Gewinn ändert. Diese Hebel prüfen wir in der Schweinehaltung.
Weniger Stickstoff im Futter heißt weniger Stickstoff in der Gülle. Das senkt Lachgas und Ammoniak und spart oft Eiweißfutter.
Jedes Kilogramm Futter weniger je Kilogramm Zuwachs spart Anbau, Verarbeitung und Transport. Gesundheit, Genetik und Phasenfütterung spielen zusammen.
Mehr abgesetzte Ferkel verteilen die Emissionen der Sau auf mehr Tiere. Auch geringere Verluste in Aufzucht und Mast verbessern den Fußabdruck.
Soja ohne Nachhaltigkeitsnachweis wird mit Landnutzungsänderung belastet. Zertifiziertes Soja oder Raps, Erbsen und Ackerbohnen vermeiden das.
Gülle, die ohne lange Lagerung vergoren wird, gibt kaum Methan im Lager ab. Das lohnt sich vor allem mit einer eigenen oder benachbarten Anlage.
Eine feste Abdeckung verringert Methan und Ammoniak aus dem Lager. Sinnvoll vor allem beim Neubau eines Behälters.
Wärmetauscher, gute Dämmung und Wärme aus Holz oder einer Biogasanlage senken die Emissionen in Abferkelung und Aufzucht.
Lüftung und Fütterung brauchen viel Strom. Effiziente Ventilatoren, Ökostrom oder eigener PV-Strom senken Scope 2.
Eine Abluftreinigung mit Ammoniakabscheidung senkt auch das indirekte Lachgas. Bei Neubauten ist sie oft ohnehin gefordert.
Schlachtunternehmen und Lebensmittelhandel fragen zunehmend nach Klimadaten ihrer Lieferanten. Mit der Klimabilanz haben Sie die Zahlen für Ihren Betrieb in der Hand und können zeigen, was Sie schon umgesetzt haben.
Stallumbau, Abluftreinigung oder PV werden oft über Rentenbank-Programmkredite finanziert. Mit einer gültigen Klimabilanz gibt es darauf den Zinsbonus Klimabilanz von 0,15 %-Punkten.
Die Rentenbank übernimmt in einer offenen Antragsrunde 90 % der Beratungskosten, höchstens 1.000 €. Den Stand der Antragsrunden finden Sie unter Aktuelles. Hat Ihre Bilanz Zeit, tragen Sie sich in unsere Vormerkliste ein.
Sie erhalten die Emissionen des Unternehmens in Tonnen CO₂e, aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3 und nach Betriebszweig, dazu den Fußabdruck je Ferkel und je Kilogramm Schweinefleisch und den Vergleich mit ähnlichen Betrieben. Wie wir vorgehen, steht auf der Startseite unter Ablauf.
Milchvieh & RindMilch, Nachzucht, Mast, Mutterkühe
GeflügelLegehennen, Hähnchen, Puten
Ackerbau & GrünlandKulturen, Dünger, Diesel
Bald auch dabeiBiogasGülle, Gärrest, Energie
Für Banken & BeraterZinsbonus, Unterlagen, Weiterleitung
Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, welche Zahlen Sie schon haben und was die Bilanz Ihrem Betrieb bringt.