Futteraufwand senken
Weniger Futter je Kilogramm Ei oder Zuwachs ist der wichtigste Hebel. Gesundheit, Stallklima und Fütterung spielen dabei zusammen.
Für Legehennen, Masthähnchen und Puten rechnen wir den CO₂-Fußabdruck je Kilogramm Ei und je Kilogramm Fleisch. Futterverwertung, Wärme und Strom entscheiden hier viel.

Geflügel bildet bei der Verdauung kaum Methan. Den Hauptteil der Emissionen bringt das Futter mit, und dabei spielt die Herkunft des Sojas eine große Rolle. In der Mast kommt die Heizwärme für die Küken dazu, in allen Ställen der Strom für Lüftung, Licht und Fütterung.
Weil Futter und Energie zugleich die größten Kostenblöcke sind, gehen Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit in der Geflügelhaltung meist in dieselbe Richtung.
Gerechnet wird mit dem Klimarechner TEKLa nach dem Berechnungsstandard BEK. Die meisten Werte stehen in Ihren Durchgangs- oder Herdenauswertungen und auf den Rechnungen für Futter, Strom und Wärme.
| Bereich | Was wir abfragen |
|---|---|
| Legehennen | Bestand, Legeleistung in kg Eiern je Henne, Nutzungsdauer, Verluste, Einstall- und Schlachtgewicht |
| Hähnchen und Puten | eingestallte und verkaufte Tiere je Durchgang, Einstall- und Verkaufsgewicht, Ausschlachtung |
| Fütterung | Futtermenge, Anteil Importsoja ohne Nachhaltigkeitsnachweis, Anteil N- und P-reduziertes Futter, Raufutter und Einstreu |
| Energie | Strom und Wärme je Tier, Anteil Ökostrom oder eigener PV-Strom, Anteil erneuerbarer Wärme |
| Auslauf und Abluft | Weidestunden bzw. Auslauf, Anteil des Mists in gasdichten Behältern, Abluftreinigung mit Ammoniakabscheidung |
| Flächen | eigene Flächen mit Ertrag, Düngung und Diesel |
Im Maßnahmenkatalog rechnen wir jeden Hebel mit Ihren eigenen Zahlen in TEKLa durch. Sie sehen, wie viel CO₂ er spart und wie sich der Gewinn ändert. Diese Hebel prüfen wir in der Geflügelhaltung.
Weniger Futter je Kilogramm Ei oder Zuwachs ist der wichtigste Hebel. Gesundheit, Stallklima und Fütterung spielen dabei zusammen.
Mehr Eier je Henne und eine längere Legeperiode verteilen Aufzucht und Futter auf mehr Ertrag.
Weniger Stickstoff im Futter heißt weniger Stickstoff im Mist. Das senkt Lachgas und Ammoniak.
Soja ohne Nachhaltigkeitsnachweis wird mit Landnutzungsänderung belastet. Zertifiziertes Soja oder heimische Eiweißfutter vermeiden das.
Wärmetauscher und gute Dämmung senken den Wärmebedarf in der Mast deutlich, gerade in den ersten Tagen eines Durchgangs.
Wärme aus Holz, aus einer Wärmepumpe oder aus einer Biogasanlage ersetzt Gas und Heizöl.
Effiziente Lüftung und Beleuchtung, Ökostrom oder eigener PV-Strom vom Stalldach senken Scope 2.
Eine Abluftreinigung mit Ammoniakabscheidung senkt auch das indirekte Lachgas. Bei Neubauten ist sie oft ohnehin gefordert.
Packstellen, Schlachtereien und der Lebensmittelhandel fragen zunehmend nach Klimadaten ihrer Lieferanten. Mit der Klimabilanz haben Sie die Zahlen für Ihren Betrieb in der Hand.
Neue Ställe, Wärmetauscher oder PV werden oft über Rentenbank-Programmkredite finanziert. Mit einer gültigen Klimabilanz gibt es darauf den Zinsbonus Klimabilanz von 0,15 %-Punkten.
Die Rentenbank übernimmt in einer offenen Antragsrunde 90 % der Beratungskosten, höchstens 1.000 €. Den Stand der Antragsrunden finden Sie unter Aktuelles. Hat Ihre Bilanz Zeit, tragen Sie sich in unsere Vormerkliste ein.
Sie erhalten die Emissionen des Unternehmens in Tonnen CO₂e, aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3 und nach Betriebszweig, dazu den Fußabdruck je Kilogramm Ei oder Fleisch und den Vergleich mit ähnlichen Betrieben. Wie wir vorgehen, steht auf der Startseite unter Ablauf.
Milchvieh & RindMilch, Nachzucht, Mast, Mutterkühe
SchweinSauen, Ferkelaufzucht, Mast
Ackerbau & GrünlandKulturen, Dünger, Diesel
Bald auch dabeiBiogasGülle, Gärrest, Energie
Für Banken & BeraterZinsbonus, Unterlagen, Weiterleitung
Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, welche Zahlen Sie schon haben und was die Bilanz Ihrem Betrieb bringt.