Mähdrescher bei der Weizenernte
Leistungen · Ackerbau & Grünland

Klimabilanz für Ackerbau und Grünland.

Wir rechnen für jede Kultur den CO₂-Fußabdruck je Hektar und je Tonne Ertrag. Im Ackerbau hängt der größte Teil am Stickstoff, und genau dort lässt sich oft ohne Ertragsverlust sparen.

Gülle wird mit dem Grubber direkt in den Boden eingearbeitet
Wo die Emissionen entstehen

Rund zwei Drittel hängen am Stickstoffdünger.

Im Ackerbau entstehen die meisten Treibhausgase durch den Stickstoff. Bei der Herstellung von Mineraldünger wird Erdgas gebraucht, und auf dem Feld entweicht ein Teil des Stickstoffs als Lachgas. Auf den Diesel entfallen nur etwa 15 %. Dazu kommen Kalk, Saatgut und Pflanzenschutz.

Weil der Stickstoff so stark wiegt, zählt jedes Kilogramm, das die Pflanze nicht braucht. Auch die Herkunft des Düngers macht einen großen Unterschied.

1,7 t
CO₂e je Hektar Winterweizen mit 8 t Ertrag und 180 kg N aus KAS
63 %
davon aus dem Stickstoffdünger, aus Herstellung und Lachgas
2,5 t
je Hektar, wenn der Dünger aus einem Werk ohne Lachgas-Katalysator kommt

Rechenbeispiel nach BEK. Jeder Arbeitsschritt einzeln steht unter Klimaschutz auf dem Hof.

Was wir erfassen

Diese Zahlen brauchen wir je Kultur.

Gerechnet wird mit dem Klimarechner TEKLa nach dem Berechnungsstandard BEK, für jede Kultur einzeln. Die Zahlen stehen fast alle in Ihrer Düngebedarfsermittlung, der Schlagkartei und den Rechnungen für Dünger und Diesel.

BereichWas wir abfragen
Fläche und ErtragAnbaufläche, Ertrag und Trockenmasse, bei Getreide auch das Stroh
MineraldüngerStickstoff je Hektar, Anteil Ammoniumnitrat wie KAS, Herkunft aus Werken mit Lachgas-Katalysator
WirtschaftsdüngerStickstoff aus Gülle, Mist und Gärrest, Anteil Ammonium, Anteil sofort eingearbeitet oder auf Grünland eingeschlitzt
NachlieferungStickstoff aus der Vorfrucht und aus organischer Düngung der Vorjahre, auf Grünland aus der Beweidung
Maschinen und EnergieDiesel je Hektar mit Ernte und Trocknung, Anteil Biodiesel, Strom zum Beispiel für Beregnung, Anteil Ökostrom
Weitere AngabenPflanzenschutzmittel, Untersaaten, Zwischenfrüchte, Brachen, umgebrochenes Grünland

Bilanziert werden unter anderem Weizen, Gerste, Roggen, Triticale, Raps, Körner- und Silomais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Sommergetreide, Ackerbohnen, Erbsen, Sojabohnen, Ganzpflanzensilage, Feldfutter, Grünland, Zwischenfrüchte, Blühflächen und Brachen.

Hebel für Ihren Betrieb

Was wir für Sie durchrechnen

Im Maßnahmenkatalog rechnen wir jeden Hebel mit Ihren eigenen Zahlen in TEKLa durch. Sie sehen, wie viel CO₂ er spart und wie sich der Gewinn ändert. Diese Hebel prüfen wir im Ackerbau und auf dem Grünland.

sofort

Dünger aus Werken mit Lachgas-Katalysator

Die Herkunft des Mineraldüngers wiegt schwerer als alle Überfahrten zusammen. Fragen Sie beim Kauf nach Werk und CO₂-Fußabdruck.

−775 kgCO₂e je Hektar bei 180 kg N
sofort

Düngung am Bedarf ausrichten

Wir vergleichen Ihre Düngung mit dem Bedarf und mit ähnlichen Betrieben. Jedes eingesparte Kilogramm Stickstoff spart Herstellung und Lachgas.

−122 kgCO₂e je Hektar bei 20 kg N weniger
sofort

Harnstoff ersetzen

Aus Harnstoff entweicht mehr Ammoniak und damit mehr indirektes Lachgas. Nitratdünger aus einem Werk mit Katalysator schneidet in der Bilanz besser ab.

sofort

Gülle und Gärrest schnell einarbeiten

Je schneller der Wirtschaftsdünger im Boden ist, desto weniger Stickstoff geht als Ammoniak verloren. Auf Grünland hilft das Einschlitzen.

sofort

Diesel sparen

Mulch- oder Direktsaat, passender Reifendruck und kombinierte Arbeitsgänge senken den Verbrauch je Hektar.

−116 kgCO₂e je Hektar mit Direktsaat statt Pflug
1 bis 3 Jahre

Zwischenfrüchte und Untersaaten

Bewuchs über Winter hält Stickstoff im Betrieb und baut Humus auf. Im Mais kann eine Untersaat den Boden nach der Ernte bedecken.

1 bis 3 Jahre

Leguminosen in der Fruchtfolge

Erbsen, Ackerbohnen oder Kleegras binden Stickstoff aus der Luft und liefern ihn an die Folgefrucht.

1 bis 3 Jahre

Erträge absichern

Ein höherer Ertrag bei gleichem Aufwand senkt den Fußabdruck je Tonne. Sorte, Saatzeit und Pflanzenschutz spielen zusammen.

sofort

Biodiesel und Ökostrom

Reiner Biodiesel oder Rapsölkraftstoff in geeigneten Maschinen und Ökostrom für Trocknung und Beregnung senken die Emissionen aus der Energie.

sofortohne Investition umsetzbar1 bis 3 Jahrebraucht Zeit in Herde oder Fruchtfolgebei Investitionlohnt bei Neubau oder Umbau

Beispielwerte aus dem Vergleich der Hebel unter Klimaschutz auf dem Hof, je Hektar Weizen nach BEK.

Wer nach den Zahlen fragt

Abnehmer, Bank und Förderung

Ihre Abnehmer

Mühlen, Mälzereien und der Landhandel fragen vermehrt nach dem CO₂-Fußabdruck je Tonne. Mit der Klimabilanz haben Sie den Wert für jede Kultur und können zeigen, was Sie schon umgesetzt haben.

Ihre Bank

Für Rentenbank-Programmkredite, etwa für Technik, Lager oder Flächenkauf, gibt es mit einer gültigen Klimabilanz den Zinsbonus Klimabilanz von 0,15 %-Punkten.

Die Förderung

Die Rentenbank übernimmt in einer offenen Antragsrunde 90 % der Beratungskosten, höchstens 1.000 €. Den Stand der Antragsrunden finden Sie unter Aktuelles. Hat Ihre Bilanz Zeit, tragen Sie sich in unsere Vormerkliste ein.

Ergebnis

Was Sie am Ende bekommen

Sie erhalten die Emissionen des Unternehmens in Tonnen CO₂e, aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3 und nach Kultur, dazu den Fußabdruck je Tonne Ertrag und den Vergleich mit ähnlichen Betrieben. Für reine Ackerbaubetriebe ist die Bilanz schnell gemacht. Wie wir vorgehen, steht auf der Startseite unter Ablauf.

Welches Unternehmen bilanziert wird. Bilanziert wird das Unternehmen, das den Kredit aufnimmt oder den Antrag stellt. Gehören zum Hof mehrere Unternehmen, etwa eine GbR und eine GmbH, trennen wir die Daten sauber und rechnen nur dieses eine. Für den Zuschuss Klimabilanz der Rentenbank wird das Unternehmen vollständig mit allen Betriebszweigen erfasst. Für den Zinsbonus kann auch eine Bilanz für einzelne Betriebszweige reichen. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir vorher mit Ihnen.
Weitere Betriebszweige

Wir bilanzieren den ganzen Hof

Erstgespräch

Sie bewirtschaften Acker oder Grünland?

Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, welche Zahlen Sie schon haben und was die Bilanz Ihrem Betrieb bringt.